Wir, 15 SchülerInnen der Jahrgänge 12 und 13, haben am Sportkurs „Skilanglauf“ von Herrn Dr. Perschon teilgenommen. Frau Schidda begleitete uns als Aufsichtsperson. Wir verbrachten eine wunderschöne Woche vom 05.01.2026 bis zum 10.01.2026 in Seefeld-Scharnitz in Tirol in der Pension Frankenhof.
Am 05.01.2026 starteten wir um 7:30 Uhr am ZOB. Als wir gegen Abend am Zielbahnhof ankamen, wurden unser Gepäck und die vorhandenen Skier mit einem Pickup abgeholt und zur Pension gefahren. In der Zwischenzeit gingen wir einkaufen, da wir Selbstverpflegung hatten und Snacks für die Mittagszeit auf der Loipe benötigten. Den Rest des Tages nutzten wir, um uns zurechtzufinden, einzuleben und den Abend mit einer Gruppenbesprechung und einem Ausblick auf die kommende Woche gemütlich ausklingen zu lassen.
Der nächste Morgen konnte aufgrund von -14 Grad Celsius und eisiger Kälte nicht wie geplant um 8:30 Uhr beginnen, sondern erst um 11:00 Uhr. Es ging mit dem Zug nach Seefeld und vom Bahnhof aus direkt zur Skiausleihe – mit einem kleinen, ungewollten Schlenker durch den Ort aufgrund von Kommunikationsproblemen mit Maps. Von dort aus ging es auf die Loipe, wo zunächst jeder versuchen musste, überhaupt vorwärtszukommen, da niemand von uns Vorkenntnisse hatte. Anschließend wurden Videos von unserem Können aufgenommen, um am Ende der Woche einen Vergleich zu haben. Nach der Mittagspause wurde weiter geübt und sowohl der Aufstieg als auch eine kleine Abfahrt neu erlernt. In der Pension angekommen, gingen einige in die Sauna, um sich aufzuwärmen, andere duschten bereits oder begannen mit dem Kochen.
Auch der nächste Tag begann später. Wir übten den gesamten Tag, fuhren längere Strecken und wagten uns dadurch an weitere Aufstiege und Abfahrten. Am Nachmittag machten wir einen kleinen Staffellauf und begaben uns anschließend selbstständig auf die Loipe, um weiter zu üben.
Am Donnerstag ging es früh mit dem Bus nach Leutasch auf eine andere Loipe. Diese führte durch Wälder und Täler mit vielen Aufstiegen und Abfahrten. Unsere anfänglichen Schwierigkeiten mit der Orientierung hatten sich jedoch auch die letzten Tage über nicht gebessert, sodass wir wunderschöne Umwege durch den Wald kennenlernten und am Vormittag insgesamt 10,5 km zurücklegten. Das Mittagessen nahmen wir in einer gemütlichen Hütte ein, wo wir uns reichlich stärken konnten. Für einige von uns ging es anschließend mit Frau Schidda ein paar Meter weiter mit dem Sessellift auf den Berg und von dort aus mit dem Schlitten etwa 2 km durch den Wald nach unten. Danach kehrten wir in die Pension zurück, gingen saunieren, kochten und ließen den Abend entspannt ausklingen.
Der letzte Tag begann mit selbstständigem Einfahren. Danach wurden unsere Fortschritte, die wir über die Woche hinweg gemacht hatten, erneut aufgenommen, um einen besseren Vergleich zu ermöglichen. Anschließend ging es für alle etwa 2,5 km über die Loipe zu einer Seewaldalm, wo wir bei strahlendem Sonnenschein eine warme Suppe, Pommes und weitere Speisen genießen konnten. Auf dem Rückweg teilten wir uns auf: Einige gingen zum Abschluss im Olympiabad Seefeld schwimmen, andere kauften für die Rückreise ein, waren shoppen oder fuhren mit dem Zug zurück zur Pension und gaben zuvor ihre geliehenen Langlaufskier ab. Am Abend wurde viel über die vergangene Woche, unsere Erlebnisse und die bevorstehende Rückreise bei Neuschnee im Norden Deutschlands gesprochen, bevor die Koffer gepackt wurden.
Die Rückreise am Freitag, den 10.01.2026, begann wie geplant um 9:25 Uhr mit dem Zug nach München. Aufgrund des Schnees fuhr der nächste Zug jedoch nicht wie vorgesehen nach Hamburg HBF, sondern nur noch nach Berlin HBF. Von dort aus gab es nur noch eine einzige Zugverbindung nach Lüneburg ZOB, die zum Glück nicht ausfiel, sodass wir gegen 00:30 Uhr in Lüneburg ankamen (geplant war 18:30 Uhr). Die Rückfahrt verlief zwar anders als gedacht, sorgte jedoch für schöne Gespräche und bleibende Erinnerungen.
Fazit:
Die Skilanglaufwoche war für uns alle eine besondere und unvergessliche Erfahrung. Obwohl niemand von uns Vorkenntnisse im Langlauf hatte und wir anfangs mit Kälte und körperlichen Herausforderungen zu kämpfen hatten, konnten wir im Laufe der Woche große Fortschritte machen und über uns hinauswachsen. Neben den sportlichen Erfolgen hat die Fahrt vor allem unseren Zusammenhalt gestärkt. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, motiviert und viele schöne gemeinsame Momente erlebt. Auch das Miteinander mit unseren Lehrern war etwas Besonderes und hat zu vielen interessanten Gesprächen geführt. Insgesamt war die Skilanglauffahrt eine wertvolle Erfahrung, die uns nicht nur sportlich, sondern auch persönlich bereichert hat und an die wir uns noch lange gerne zurückerinnern werden. Von Leni Buchroth, 13. Jahrgang