Seminarfahrt an den Gardasee 5.10.-09.10.26
Seminarfahrt nach Peschiera del Garda
Sonne, schöne Landschaften und italienisches Essen – unsere Seminarfahrt nach Peschiera del Garda hatte einiges zu bieten. Allerdings begann die Reise mit einer Hinfahrt, die wir so schnell nicht vergessen werden.
16 Stunden waren geplant, 24 Stunden wurden es. Und mittendrin: Marie, unsere Busfahrerin, die offenbar ganz eigene Vorstellungen davon hatte, wie eine Busfahrt abzulaufen hat.
Schon nach kurzer Zeit wurde klar, dass diese Fahrt alles andere als gewöhnlich werden würde. Essen, Trinken, Aufstehen oder Musik hören? Fehlanzeige! In ihrem Bus galten ihre Regeln, und unsere menschlichen Grundbedürfnisse schienen dabei eher zweitrangig zu sein. Wer trotzdem aufstand, riskierte unfreiwillige Flugstunden durch den Bus, denn spontane Vollbremsungen gehörten offenbar zum Unterhaltungsprogramm. Auch der Sicherheitsabstand zu anderen Fahrzeugen schien für Marie eher eine unverbindliche Empfehlung zu sein.
Als wir dann auch noch drei Stunden im Stau standen, weil Marie offenbar nicht wusste, dass man auf der Autobahn auf der linken Spur weiterfahren darf, wurde kurzerhand uns die Schuld gegeben. Wenig später streikte zusätzlich der Motor. Drei Stunden warteten wir an einer Raststätte, bevor es endlich weiterging. Als Entschädigung gab es großzügige sechs Euro pro Person. Doch wer dachte, damit sei das Drama vorbei, irrte sich: Schon eine Stunde später mussten wir erneut anhalten, weil der Motor wieder Probleme machte.
Trotz allem blieb unsere Stimmung erstaunlich gut. Irgendwann war das Ganze so absurd, dass wir einfach nur noch lachen konnten. Marie hingegen schien fest davon überzeugt zu sein, dass nicht ihr Bus oder ihre Fahrweise das Problem waren, sondern wir.
Nach 24 Stunden kamen wir endlich in Peschiera del Garda an. Die Hinfahrt war damit zwar überstanden, aber definitiv nichts für schwache Nerven. Der Gardasee konnte eigentlich nur besser werden!
Endlich am Gardasee!
Unsere Unterkunft überzeugte mit großzügigen Zimmern, eigener Küche und einer schönen Anlage direkt am Wasser. Auch die Altstadt von Peschiera del Garda mit ihren Restaurants und kleinen Gassen lud zum Erkunden ein.
Am zweiten Tag ging es für einige von uns auf den Monte Baldo. Mit der Gondel fuhren wir hinauf und wanderten anschließend durch die beeindruckende Berglandschaft. Dank unseres Lehrers, Herr Perschon, kostete die Gondelfahrt statt 30 Euro nur zehn Euro. Andere nutzten den Tag für ihre Erhebungen zum Seminarprojekt oder einen Ausflug nach Sirmione.
Mailand und ein Geburtstag
Am dritten Tag stand Mailand auf dem Programm. Während einige ihre Erhebungen durchführten, erkundeten andere die Stadt. Obwohl das Wetter nicht immer mitspielte, hatten wir einen schönen Tag. Außerdem gab es etwas zu feiern: Paulinus hatte Geburtstag und bekam eine kleine Feier mit dem Kurs.
Verona oder Entspannung?
Am vierten Tag besuchten einige Schülerinnen und Schüler mit Frau Gaide Verona, um dort weitere Erhebungen durchzuführen. Andere blieben auf der Campinganlage, arbeiteten an ihren Projekten oder genossen einfach die Zeit am Gardasee.
Ein schöner Abschluss in Sirmione
Am letzten Tag gab es endlich gute Nachrichten: Wir bekamen einen neuen Bus und zwei deutlich freundlichere Busfahrer. Gemeinsam ging es nach Sirmione, wo wir die wunderschöne Halbinsel erkundeten und eine entspannte Fährfahrt genossen. Anschließend traten wir die Rückreise nach Lüneburg an, die zum Glück wesentlich angenehmer verlief als die Hinfahrt.
Eine Fahrt, die in Erinnerung bleibt
Trotz des holprigen Starts hatten wir eine tolle Zeit am Gardasee. Wir sammelten neue Eindrücke, arbeiteten an unseren Seminarprojekten und erlebten viele schöne Momente als Kurs. Am Ende kamen alle gesund zu Hause an – mit vielen Erinnerungen und einigen Geschichten, über die wir sicher noch lange lachen werden.
Maylin und Pia






